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Führungskräfte-Sparring

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Regelmäßiges Sparring-Gespräch

Ein Raum ohne Tagesordnung

Erfahrene Führungskräfte haben meist genug Fachwissen und genug Erfahrung, um die meisten Entscheidungen allein zu treffen. Was ihnen häufig fehlt, ist ein Ort, an dem sie eine Entscheidung laut durchdenken können, bevor sie getroffen ist — ohne dass jemand mitschreibt, bewertet oder ein Eigeninteresse an der Antwort hat.

Sparring unterscheidet sich von klassischem Coaching dadurch, dass es keine feste Agenda über die Zeit verfolgt. Jede Sitzung beginnt mit dem, was gerade ansteht — eine Personalentscheidung, ein Konflikt im Vorstand, eine strategische Weichenstellung, bei der die Führungskraft selbst noch unsicher ist.

Was im Sparring entsteht

Meine Rolle ist dabei nicht, Ratschläge zu erteilen. Ich stelle Fragen, die eine Entscheidung von mehreren Seiten beleuchten, und benenne Muster, die sich über mehrere Sitzungen hinweg wiederholen — etwa eine wiederkehrende Tendenz, Konflikte zu spät anzusprechen, oder Entscheidungen zu lange allein zu tragen, die eigentlich delegiert werden könnten.

Über Monate hinweg entsteht so kein Lehrplan, sondern ein festes Reflexionsritual — für viele Klientinnen und Klienten der einzige Termin im Kalender, an dem sie nicht in einer Führungsrolle sprechen, sondern über sie.

Vertraulichkeit als Voraussetzung

Sparring funktioniert nur, wenn wirklich alles auf den Tisch kommen kann — auch Zweifel an der eigenen Eignung, an Entscheidungen des eigenen Vorgesetzten oder an der Richtung des Unternehmens. Deshalb gibt es bei diesem Format keinerlei Berichterstattung an Dritte, auch nicht in zusammengefasster Form. Das Unternehmen zahlt für den Rahmen, nicht für Einblick in dessen Inhalt.

Diese Klarheit kläre ich bereits im Erstgespräch mit der Führungskraft und, falls das Unternehmen die Kosten trägt, ebenso mit der beauftragenden Stelle — damit von Anfang an kein Missverständnis über die Vertraulichkeit entsteht. Ohne diese Klarheit verliert das Sparring genau die Offenheit, die es von einem internen Gespräch mit dem eigenen Vorgesetzten unterscheidet.

„Ich brauchte keinen Rat. Ich brauchte jemanden, der mir die Frage zurückgibt, bevor ich sie mir selbst beantworte." — aus einem anonymisierten Sparring-Prozess
Begleitung

Programmleitung: Dr. Marcus Berger